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Die Bauphase steuern, ohne das Projekt neu anzulegen
Mit dem Baubeginn wechselt der Schwerpunkt von Flächen und Rechten zu Terminen, Gewerken, Lieferungen und Kapazitäten. Das Projekt bleibt derselbe Datensatz und behält seine Historie, seine Dokumente und seine Planung.
Bau und Errichtung gehören zum Bereich Develop von Business Essentials RE, der Branchenlösung für Wind- und Solarparks auf Microsoft Power Platform. Der Bereich ist einzeln einsetzbar.
Kurzdemo anfordern (15 Minuten) Potenzialgespräch vereinbarenBeim Baubeginn wechselt in vielen Häusern das Werkzeug
Die Entwicklung lief in einem System, der Bau läuft in einem anderen. Der Terminplan wird neu aufgebaut, die Anlagen werden neu erfasst, die Bezeichnungen laufen auseinander.
Was dabei zurückbleibt, fällt erst später auf: die Auslegungshistorie, die Begründung für eine Terminentscheidung, die Zuordnung einer Lieferung zu einer bestimmten Anlage.
Und die härteste Frage stellt niemand während des Baus. Sie kommt Jahre später im Betrieb, wenn nach dem Einbauzeitpunkt einer Komponente gefragt wird.
Was sich ändert
Ergänzt werden nur die Informationen, Formulare und Auswertungen, die in dieser Phase gebraucht werden. Alles andere bleibt, wo es ist.
Jede Rolle sieht ihre Felder
Bauleitung, Projektsteuerung und Kaufleute arbeiten auf demselben Projekt, aber mit eigenen Formularen. Das Projektformular bleibt über alle Phasen hinweg schlank.
Der Plan ist personell tragfähig, nicht nur rechnerisch
Die Auslastung wird projektübergreifend gebildet. Erst dadurch entsteht die Aussage, ob die Terminplanung des Portfolios überhaupt durchführbar ist.
Die Baufreigabe ist ein Prüfpunkt, kein Häkchen
Beim Setzen eines Meilensteins prüft ein Prozess, ob die vereinbarten Nachweise vorliegen. Der Statuswechsel ist an eine Bedingung geknüpft, nicht an eine Absicht.
Der Übergang in den Betrieb findet nicht statt
Es gibt keine Datenübergabe, weil es nichts zu übergeben gibt. Die Anlage ist derselbe Datensatz, den die Betriebsführung weiterführt.
So arbeitet das Modul
Phasenbezogene Projektinformationen
Für jede Projektphase werden fachspezifische Informationen ergänzt, die außerhalb dieser Phase keine Rolle spielen. Sie werden nicht am Projektkopf vermischt, sondern in eigenen Informationssätzen geführt.
Für Bau und Errichtung sind das unter anderem Angaben zur Baustelleneinrichtung, zu Zuwegungen und Kranstellflächen, zu Anlieferungen sowie zu bau- und montagebezogenen Terminen und Verantwortlichkeiten.
Diese Angaben stehen im direkten Kontext der übrigen Projektdaten: Flurstücke und Nutzungsverträge, Genehmigungen und Auflagen, Anlagen, Umspannwerk und Netzanschluss. Sie lassen sich gemeinsam mit diesen auswerten.
Die Gantt-Komponente
Die Komponente ist speziell für die Nutzung in der Anwendung entwickelt und vollständig integriert. Sie stellt den Projektstrukturplan grafisch dar, von der ersten groben Terminierung in der Vorlage bis zur laufenden Steuerung während der Errichtung.
- Kritischer Pfad hervorgehoben, also die Vorgänge, die den Endtermin unmittelbar bestimmen
- Vergleichslinie gegen den festgeschriebenen Planstand, damit Abweichungen sichtbar werden
- Constraints und fixierte Termine werden in Darstellung und Berechnung berücksichtigt
- Autoscheduling: verschobene Vorgänge ziehen ihre Nachfolger nach, einschließlich kritischem Pfad und Vergleichslinie
- Inline-Bearbeitung von Datum und Dauer direkt in der Tabelle
- Sammeländerung mehrerer Arbeitspakete mit jederzeit erkennbarem Speicherstand
- Schutz abgeschlossener Vorgänge: bei 100 Prozent Fortschritt gelten Einschränkungen beim Verschieben
- Filter nach Kategorie und Phase, die aktiven Filter bleiben sichtbar
- Export als Bild, als PDF und als MS-Project-Datei
Ein Detail, das im Alltag zählt: Der PDF-Export berücksichtigt die aktiven Filter. Der Export entspricht damit exakt der Bildschirmansicht und enthält keine ausgeblendeten Vorgänge. Eine gefilterte Umplanung lässt sich so unmittelbar abstimmungsfähig weitergeben.
Terminänderungen werden entschieden
Bestimmte Änderungen im Terminplan lösen Freigabeprozesse aus, beispielsweise das Verschieben eines Meilensteins. Terminänderungen mit Auswirkung auf verbindliche Zusagen werden damit nicht still vorgenommen.
Für die Bewertung stehen Auswirkungsanalyse und Szenarien zur Verfügung, dazu Baseline und Planversionen als festgeschriebene Vergleichsstände.
Ressourcen- und Kapazitätsplanung
Jeder Mitarbeiter wird mit seiner Wochenarbeitszeit erfasst. Arbeitspakete werden Ressourcen zugewiesen, und im Gantt lässt sich eine Leiste einblenden, die die Auslastung über die Zeit darstellt. Urlaube und geplante Ausfallzeiten fließen ein.
Entscheidend ist die projektübergreifende Sicht. Ressourcen stehen nicht je Projekt zur Verfügung, sondern im Unternehmen. Überlastung entsteht deshalb selten innerhalb eines Vorhabens, sondern zwischen Vorhaben: derselbe Genehmigungsplaner, dieselbe Bauleitung, dieselbe Fachkraft für den Netzanschluss wird in drei Projekten gleichzeitig eingeplant, und in keinem der drei Pläne ist das erkennbar.
- Die Arbeitspakete mehrerer Vorhaben werden in einer Planungssicht dargestellt und die Auslastung über alle einbezogenen Projekte gebildet
- Vorgänge lassen sich unmittelbar in dieser Sicht verschieben und Zuordnungen umverteilen. Der Konflikt wird dort aufgelöst, wo er sichtbar wird
- Welche Vorhaben einbezogen werden, steuern Projektstatus und Projektlabel
Aus geplantem Aufwand und Terminlage ergibt sich die Sollplanung je Mitarbeiter, ohne dass eine gesonderte Personaleinsatzplanung geführt werden muss. Der Abgleich mit den Istzeiten erfolgt über die integrierte Arbeitszeiterfassung oder über die Anbindung eines bestehenden Systems. Für den zweiten Weg gilt eine Voraussetzung: Das vorhandene System muss auf Projekt- oder besser Arbeitspaketebene buchen. Sonst bleibt der Vergleich auf der Personenebene und liefert keine Aussage je Vorhaben.
Meilensteine und Stage-Gate-Prüfung
Meilensteine sind ein eigener Arbeitspakettyp. Sie haben keine Dauer, sondern markieren einen Zustand: Flächensicherung abgeschlossen, Genehmigung erteilt, Baufreigabe erteilt, Inbetriebnahme erfolgt.
Wird ein Meilenstein auf erfüllt gesetzt, startet ein Prozess, der prüft, ob die notwendigen Informationen vorliegen. Typische Prüfungen sind das Vorliegen von Genehmigungen und Gutachten, der erreichte Flächensicherungsgrad, abgeschlossene Vorgänger-Arbeitspakete, erledigte vertragliche Bestimmungen oder ein freigegebener Dokumentenstand.
- Frei abstufbare Tiefe: ein Gate kann offen sein, eine einzelne Bedingung abfragen oder mehrere Prüfpunkte zusammenfassen. Zwischen diesen Ausprägungen liegt kein Bruch.
- Freigabewege je Gate: sequenziell nacheinander, wobei eine Ablehnung den Durchlauf beendet, oder alternierend, wobei die Zustimmung einer Person aus einem definierten Kreis genügt. Damit sind Vertretungsregelungen abgebildet.
- Anfrage an Rollen statt an Namen: der Freigabeweg bleibt bei Personalwechsel und Umorganisation gültig.
- Blockierend oder hinweisend: harte Sperre für Nachweise, die rechtlich oder vertraglich zwingend sind, begründungspflichtiger Hinweis für alles Übrige.
- Nachvollziehbarkeit: Ergebnis, Zeitpunkt und Begründung werden protokolliert. Auch Jahre später ist belegbar, auf welcher Grundlage ein Phasenübergang freigegeben wurde.
Ein Hinweis aus der Praxis: Je Gate sollten 5 bis 8 Nachweise bleiben, die wirklich entscheidungsrelevant sind. Ein Gate, das 30 Bedingungen prüft, wird umgangen, indem der Meilenstein später gesetzt wird, als er erreicht war. Damit verliert nicht nur das Gate seine Wirkung, sondern auch die Terminhistorie ihre Aussagekraft.
Lieferanten, Anfragen, Bestellungen
- Bestellanforderung: interner Startpunkt für die Beschaffung, auch für die Teilfremdvergabe einzelner Positionen. Damit bleibt transparent, welche Anteile intern erbracht und welche extern beschafft werden.
- Lieferantenlisten: Klassifizierung über Kategorien sowie Qualifizierungs- und Compliance-Angaben, darunter Code of Conduct, Arbeitssicherheit und wiederkehrende Requalifizierung.
- Angebotsanfrage: je Lieferant erstellt, per E-Mail versendet und im System protokolliert, sodass Fristen, Rückfragen und Stand nachvollziehbar bleiben. Optional mit Empfangsbestätigung und automatischer Erinnerung nach definiertem Zeitraum.
- Lieferangebote: werden an der Anfrage erfasst, verglichen und bewertet, etwa nach Preis, Lieferzeit und Verfügbarkeit.
- Bestellung: entsteht aus der Anfrage, übernimmt die ausgewählten Positionen und wird mit Status und Terminen bis zur Eingangsrechnung verfolgt.
Die Bestellung wird dem Asset beziehungsweise dem Projekt zugeordnet. Beschaffte Fremdleistungen, Material und Liefertermine bleiben damit je Anlage transparent, auch bei späteren Fragen zu Gewährleistung oder Wiederholfehlern.
Errichtungshistorie je Anlage
Arbeitspakete können auf eine Anlage verweisen. An der Anlage ist damit erkennbar, welche Arbeitspakete sie betreffen und wie weit sie fortgeschritten sind: Fundament, Errichtung, Montage, Inbetriebnahme je Anlage statt nur je Gewerk.
Weil an den Arbeitspaketen auch die Finanzberichtspositionen hängen, sind die Kosten zugleich anlagenscharf auswertbar. Und weil die Anlage nach der Inbetriebnahme derselbe Datensatz bleibt, steht ihre Errichtungshistorie dauerhaft an ihr zur Verfügung.
Der Übergang in den Betrieb
Die technischen Objekte sind keine Planungsdaten. Es sind dieselben Anlagen, die nach der Inbetriebnahme im Asset Management geführt werden: derselbe Datensatz, dieselbe Kennung, dieselbe Historie.
Mit kommen Anlagentyp, Nennleistung, Nabenhöhe, Rotordurchmesser und Koordinaten, die verwendeten Komponententypen mit Datenblättern und Zertifikaten, der Netzanschluss mit seinem Umspannwerk, die Zuordnung zu den Projektflurstücken und damit zu den Nutzungsverträgen sowie die Errichtungshistorie aus dem Projektstrukturplan.
Ein Hinweis, der später viel Arbeit spart: Anlagen sollten bereits in der Entwicklung mit ihrer endgültigen Bezeichnungssystematik angelegt werden. Diese Kennung bleibt über den gesamten Lebenszyklus erhalten und kehrt in Verträgen, Genehmigungen, Abrechnungen und Betriebsdaten wieder. Eine Umbenennung nach Inbetriebnahme ist technisch möglich, entwertet aber alle Unterlagen, die die alte Bezeichnung tragen.
[BILD: Gantt mit eingeblendeter Auslastungsleiste je Ressource]
Was am selben Projektdatensatz hängt
Der Unterschied zu getrennten Systemen ist keine Funktion, sondern eine Modellentscheidung. Diese Objekte teilen sich einen Datensatz.
Flächen und Verträge
Projektflurstücke, Nutzungsverträge, Grundbuch und Baulasten aus der Flächensicherung.
Genehmigungen und Auflagen
Nebenbestimmungen wirken bis weit in Bau und Betrieb hinein, mit ihren Fristen und Verantwortlichkeiten.
Technische Objekte
Anlagen, Komponententypen, Netzanschluss und Umspannwerk, bereits in ihrer Entstehungsphase.
Termine und Kosten
Projektstrukturplan und Arbeitspakete, an denen die Finanzberichtspositionen hängen.
Risiken und Chancen
Als eigene Datensätze mit Bewertung, Verantwortlichkeit und Maßnahme. Über Jahre und über Personalwechsel hinweg nachvollziehbar, und in Due-Diligence-Prüfungen regelmäßig verlangt.
Wo Bau und Errichtung im System stehen
Business Essentials RE ist modular aufgebaut. Die Module sind drei Bereichen zugeordnet und unabhängig voneinander nutzbar. Sie entscheiden, womit Sie anfangen.
Develop · Projektentwicklung und Bau
Hier stehen Bau und Errichtung, gemeinsam mit Flächensicherung, Genehmigung und Terminplanung.
Bau und Errichtung (diese Seite)
O&M · Betrieb und Instandhaltung
Dort werden die Anlagen weitergeführt, die hier entstehen. Asset Management, Störungsbetrieb, Instandhaltung, Erlössicherung und Gesellschafterverwaltung.
Technische Betriebsführung · Instandhaltung und Einsatzplanung · Redispatch-Entschädigung · Kommanditistenverwaltung
Common · Übergreifende Module
Kontakte, Verträge, Pachtabrechnung, Einkauf, Fakturierung und Finanzmanagement. Diese Module stehen allen Bereichen zur Verfügung.
Pachtabrechnung · Finanzsteuerung im Projekt · Wire und Mittelabruf
Was das Modul nicht tut
Wir sagen das lieber vorher als in der Demo.
- Es betreibt kein Engineering und keine Anlagenauslegung.
- Es ist kein BIM-Werkzeug und keine Modellkoordination.
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Ist Ihre Bauplanung personell überhaupt durchführbar?
In 15 Minuten zeigen wir Ihnen die projektübergreifende Auslastung, eine Terminverschiebung mit ihren Folgen und ein Stage Gate. Danach wissen Sie, ob es zu Ihrer Projektsteuerung passt.
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