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Redispatch-Entschädigung abrechnen: belegbar statt geschätzt

Ihr Anspruch entsteht nicht aus einer Einschätzung. Er entsteht aus Daten: aus der Ausfallarbeit einer Abregelung, den Zählerwerten, dem Monatsmarktwert und den vertraglich vereinbarten Kennwerten.

Claim Management gehört zum Bereich O&M von Business Essentials RE, der Branchenlösung für Wind- und Solarparks auf Microsoft Power Platform. Der Bereich ist einzeln einsetzbar. Sie müssen dafür weder Ihre Projektentwicklung noch Ihr ERP anfassen.

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Jeden Monat dieselbe Rechnerei

Die Werte stammen aus 3 bis 4 verschiedenen Quellsystemen. Sie müssen je Anlage und Abrechnungsmonat zusammengeführt und gegeneinander plausibilisiert werden. Danach sind sie fristgerecht geltend zu machen.

Wird das in Tabellen gerechnet, kostet es jeden Monat Zeit. Im Streitfall lässt sich der Betrag schwer belegen. Und Ansprüche verfallen, weil eine Frist unbemerkt abgelaufen ist.

Der Druck nimmt zu. Anlagenbetreiber müssen ihre Entschädigung zunehmend selbst beim Netzbetreiber einfordern. Wer den Anspruch nicht belegen kann, verhandelt ihn nicht.

Was sich ändert

Der gesamte Ablauf läuft durchgängig: automatischer Datenbezug, geprüfte Datenqualität, automatisierte Berechnung, Abrechnung, Statusprüfung sowie Termin- und Fristenüberwachung.

Die Daten kommen von selbst

Produktionsdaten, Zählerwerte, Ausfallarbeit und Monatsmarktwerte werden automatisch eingelesen. Jede Quelle bleibt bis zum Ursprung nachverfolgbar.

Geprüft, bevor gerechnet wird

Die Vollständigkeit wird über die Anzahl der Datenpunkte geprüft. Bei Stundenwerten sind das je Anlage und Monat 720 oder 744. Lücken fallen auf, bevor sie in einen Betrag einfließen.

Der Betrag ist erklärbar

Die vollständige Berechnungsgrundlage liegt als Power BI Bericht am Claim. Die Frage nach dem Zustandekommen eines Betrags beantworten Sie im Gespräch in Sekunden.

Keine Frist läuft still ab

Zahlungsfristen werden je Position überwacht. Bei Überschreitung greift das Mahnwesen über den hinterlegten Verteiler.

[BILD: Statusübersicht mit Ampelstatus und Mengenabweichung]

So arbeitet das Modul

1. Was je Anlage feststeht

Das Claim Management Projekt bündelt alle abrechnungsrelevanten Stammdaten einer Anlage. Es hält fest, wem gegenüber abgerechnet wird und auf welcher Grundlage.

  • Verantwortlicher Claim Manager, Netzbetreiber und Ansprechpartner
  • Aktueller Direktvermarkter, Vermarktungsmodell und Vertragslaufzeit
  • Ausschreibungsdatum und Ergebnis, Reduzierung, Referenzwert, EEG-Version
  • Verknüpfte Anlagen und Zähler, Gesellschafts- und Bankverbindungsdaten

2. Verträge steuern den Lauf

Je Projekt und Direktvermarkter wird ein Vertrag geführt. Er bestimmt den Abrechnungszeitraum und die steuerliche Behandlung der Monatsrechnung, auch den Übergang der Steuerschuld nach § 13b UStG.

Je Vertrag steuern Sie, ob Claims automatisch erzeugt werden. Verträge in Klärung oder Kündigung nehmen Sie aus dem Lauf, ohne sie zu deaktivieren.

3. Quelldaten und Datenqualität

Die Berechnung stützt sich ausschließlich auf automatisch eingelesene Daten. Jede Quelle ist als eigene Sicht mit Dashboard verfügbar.

  • Produktionsdaten: Bruttoproduktion in kWh je Anlage und Monat aus dem Anlagenmanagementsystem, angebunden ist Rotorsoft
  • Zählerdaten: Werte des Messstellenbetreibers aus der Marktkommunikation, eingelesen über Node Energy, ergänzt um die Werte des Anlagenmanagementsystems
  • Ausfallarbeit: Produktionsausfälle in kWh je Anlage und Monat, mit Kennzeichen für Zeiträume mit negativen Preisen von 1, 3, 4 und 6 Stunden
  • Monatsmarktwerte: Wind Onshore in ct/kWh, bezogen von netztransparenz.org

Der Abgleich von Messstellenbetreiber und Anlagenmanagementsystem ist die Grundlage der Mengenplausibilisierung.

4. Ein Lauf, ein Claim je Anlage und Monat

Der Berechnungslauf erzeugt die Claims eines Abrechnungsmonats. Fehlgeschlagene Läufe sind farblich hervorgehoben und lassen sich gezielt nachbearbeiten.

Jeder Claim trägt seinen Anspruchstyp: Entschädigung aus Abregelung, Redispatch, Dienstleistungsentgelt oder Monatsrechnung. Dazu den Adressaten, also Direktvermarkter oder Netzbetreiber.

Manuell veränderte Werte bleiben gekennzeichnet und von den automatisch ermittelten unterscheidbar.

5. Von der Gutschrift in die Buchhaltung

Aus den Claims entstehen die Gutschriften. Je Position werden Anlage, Abrechnungsmonat, Abrechnungsart, Abrechnungskonto, Menge in kWh, Preis in ct/kWh und Gutschriftnummer geführt.

Für die Übergabe in die Finanzbuchhaltung liegen die zugehörigen Buchungsbelege vor. Die Brücke zwischen Anspruch, Gutschrift und Buchung ist damit geschlossen.

6. Status, Fristen, Mahnwesen

Die Statusübersicht ist der tägliche Arbeitsplatz. Sie arbeitet mit Ampelstatus, sodass Abweichungen ohne Einzelprüfung sichtbar werden.

  • Ampel für Gesamtstatus, Rechnungsstatus, Preisstatus und Mengenstatus
  • Mengenabweichung als kWh-Differenz, absolut und in Prozent
  • Sichtbare Prüfstufe, manuelle Freigaben gesondert gekennzeichnet
  • Überwachte Zahlungsfrist je Position
  • Protokollierte Statusänderungen, auch Jahre später belegbar

[BILD: Claim mit Eingangsgrößen und hinterlegter Berechnungsgrundlage]

Der Monatsabschluss in 4 Schritten

So sieht die Arbeit nach der Einführung aus.

Status prüfen

In der Statusübersicht auf auffällige Positionen filtern: fehlende Rechnung, abweichende Menge, roter Gesamtstatus.

Ursache klären

Den zugehörigen Claim oder die Gutschrift öffnen und gegen die Quelldaten abgleichen.

Freigeben oder korrigieren

Die Position nach Prüfung freigeben oder den Wert korrigieren. Die Korrektur bleibt als solche erkennbar.

Fristen einhalten

Zahlungsfristen im Blick behalten und bei Überschreitung das Mahnwesen anstoßen.

Wo Claim Management im System steht

Business Essentials RE ist modular aufgebaut. Die Module sind drei Bereichen zugeordnet und unabhängig voneinander nutzbar. Sie entscheiden, womit Sie anfangen.

O&M  ·  Betrieb und Instandhaltung

Hier steht Claim Management, gemeinsam mit dem Asset Management, dem Störungs- und Servicebetrieb und der Gesellschafterverwaltung.

Claim Management (diese Seite)  ·  Technische Betriebsführung  ·  Instandhaltung und Einsatzplanung  ·  Kommanditistenverwaltung

Develop  ·  Projektentwicklung und Bau

Flächensicherung, Genehmigung, Terminplanung und Errichtung. Die Anlagen entstehen hier als Datensatz und werden im Betrieb weitergeführt.

Bau und Errichtung

Common  ·  Übergreifende Module

Kontakte, Verträge, Einkauf, Fakturierung und Finanzmanagement. Diese Module stehen allen Bereichen zur Verfügung.

Finanzsteuerung im Projekt  ·  Wire und Mittelabruf

Die Bereiche greifen ineinander, ohne sich vorauszusetzen. Claim Management arbeitet auf denselben Anlagendatensätzen wie die technische Betriebsführung. Störungen, Arbeitsaufträge und Verträge hängen an derselben Anlage wie der Anspruch.

Die Fristenüberwachung nutzt die Basiskomponenten der Plattform. Fällige Aufgaben erscheinen in Ihrer persönlichen Arbeitsliste, im gewohnten Arbeitskontext.

Was das Modul nicht tut

Wir sagen das lieber vorher als in der Demo.

  • Es übernimmt keine Direktvermarktung und keine PPA-Preisbildung.
  • Es ersetzt kein Monitoring- oder SCADA-System. Diese liefern die Daten.
  • Es rechnet den Anspruch ab, der aus Vertrag und Messwerten entsteht.

Zur Übersicht: apptech Business Essentials RE →

Rechnen Sie Ihre Entschädigungen noch in Tabellen?

In 15 Minuten zeigen wir Ihnen einen Berechnungslauf, einen Claim mit seiner Herleitung und die Statusübersicht. Danach wissen Sie, ob es zu Ihrem Abrechnungsmonat passt.

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